Antworten eines ethischen Genies

Endlich kann VEGETATION die Antworten des hier bereits am 2. März angekündigten ethischen Genies vorstellen. :

  1. Frau Gagleano, erinnern Sie sich daran, wie alt Sie waren, als Sie aufhörten, Fleisch zu essen?
    Mit 4 Jahren!
  2. Erinnern Sie sich noch an einen konkreten Anlass dafür, mit dem Fleischessen aufzuhören? Was waren Ihre Beweggründe?
    Ich bin auf dem Land aufgewachsen und habe mitbekommen, wie Tiere geschlachtet wurden. Die schrien ja schon Tage vorher. Dann habe ich nachgefragt, was dort genau passiert und die Verbindung zum Fleisch hergestellt.
  3. Was waren damals Ihre genauen Worte? Wie sagten Sie es Ihren Eltern (oder anderen Leuten)?
    Ich sagte genau diese Worte: Das gefällt mir nicht!
  4. Wie reagierte man auf Ihre Erklärung, ab jetzt kein Fleisch mehr essen zu wollen? Empört oder verständnisvoll?
    Es wurde akezptiert. Kurz darauf hat die ganze Familie kein Fleisch mehr gegessen. Ich bin in den 1960er Jahren aufgewachsen, in einem Milieu von Intellektuellen und Hippies, da war die Akzeptanz groß.
  5. Waren Ihre Eltern in Sorge, Sie könnten wegen des Fleischverzichts krank werden?
    Nein.
  6. Versuchte man damals, Sie zu „bekehren“, damit Sie doch wieder Fleisch essen?
    Nein.
  7. Konnten oder wollten Sie andere Personen in Ihrem Umfeld davon überzeugen, dass es ethisch besser ist, kein Fleisch mehr zu essen?
    Nein, das brauchte ich nicht, die meisten waren ja Vegetarier.
  8. Fanden Sie es als Kind merkwürdig, dass Ihre Eltern oder Geschwister und Freunde nicht ebenfalls mit dem Fleischessen aufhörten? Oder wurde darüber nicht geredet?
    Ich fand es nicht merkwürdig, wenn andere Leute weiterhin Fleisch aßen. Kinder können gut differenzieren und schließen aus dem Charakter eines Menschen, dass er nicht zum Vegetarier wird.
  9. War Ihnen als Kind irgendwie bewusst, dass Sie eine absolute Ausnahme sind, also ein ethisches Genie?
    Ja, aber wenn ich irgendwo Außenseiterin war, hat es mir nichts ausgemacht.[Angela Gagleano lebt in Hamburg und pflegt auch mit Menschen einen sehr ethischen Umgang: als Pflegerin]
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