Besser geschlachtet als nie gewesen?

Ein fortgeschrittenes Argument gegen die vegetarisch-vegane Lebensweise lautet:

Dadurch, dass Menschen Tiere essen, kommen sie wenigstens noch auf die Welt. Und besser ein kurzes Leben aus Mästung und Schlachtung als gar kein Leben.

Schon der römische Philosoph Lukrez wusste es besser: Bevor wir zu existieren begonnen hatten, waren wir schlicht nicht da, für die ein kurzes Dasein hätte besser sein können als gar keines.

Geht der Fleischkonsum zurück, so werden weniger Tiere gezüchtet und weniger Tiere beginnen zu leben. Richtig. Aber zu sagen, „diese Tiere“ würden aufgrund des zurückgehenden Fleischkonsums der Chance beraubt, auf die Welt zu kommen, ist ein karnivorer Taschenspielertrick. Ein Taschenspielertrick, der mit Nichtexistierendem so umgeht als würde es existieren.

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